Elvenar

Elvenar 0
  • Leichtverständliches Tutorial
  • Elfen oder Menschen als spielbare Fraktionen
  • Kämpfe mit Rollenspielaspekten
  • Schön gezeichnete Hintergründe und Landkarten
  • Teils lange Wartezeiten beim Bauen
  • Keine Unterschiede zwischen Menschen und Elfen hinsichtlich der Spieloptionen
Elvenar ist ein durchaus gelungenes Aufbaustrategiespiel, das stark an den Vater Forge of Empires erinnert. Dieses Spiel verschlägt den Spieler in eine stimmige Fantasy-Welt.

Anmeldung & Einstieg

Bereits die Erstanmeldung bei Elvenar macht einen guten Eindruck. Nachdem der Spieler sich entschieden hat, ob er blauhäutiger Elf oder Mensch sein will, startet das Game sofort. In unserem Falle empfängt uns eine reizende Elfendame, die uns nach Namen und anderen Anmeldedaten fragt. Ehe sich der User versieht, ist er schon angemeldet.Der Spieler von Elvenar findet sich anschließend in einer Fantasy-Welt wieder. Die Gebäude der Elfen erinnern an die Behausungen eines Waldvolkes. Die Gebäude haben etwas Pflanzliches an sich und heben sich kaum von der Natur in Elvenar ab, wohingegen die Architektur der Menschen an eine mittelalterliche Stadt erinnert.

Konzept & Gameplay

Fans der Spiele aus dem Hause InnoGames werden sich schnell in Elvenar zurechtfinden. Im Grunde ist es ein typisches Aufbaustrategiespiel und erinnert auf den ersten Blick verdächtig sehr an Forge of Empires. Doch dieser Anfangsverdacht verfliegt schnell: Das Spiel wartet mit vielen eigenen Ideen auf. Das Baumenü ist ganz traditionell gehalten und liefert eine Übersicht der möglichen Bauten. Wohnhäuser, Werkstätten und Kasernen für die Truppenausbildung geben Spieler bequem per Mausklick in Auftrag. Jedes Bauvorhaben muss der Spieler mit Münzen und Vorräten bezahlen. Zusätzlich dazu gibt es noch die essentiellen Güter (Holz, Marmor, Stahl), die entweder erbeutet oder selbst produziert werden müssen.Um die Stadt stetig wachsen zu lassen, ist es notwendig, neue Technologien und Gebäudekonstruktionen zu entwickeln. Im dazugehörigen Menüpunkt findet sich ein passender Forschungsbaum. Die raren Wissenspunkte können hier zur Entwicklung neuer Technologien und Kampfmethoden, zum Beispiel die Ausbildung von Bogenschützen, eingesetzt werden. Auch die wichtigen Manufakturen, die Holz oder Stahl herstellen, müssen hier erst einmal entwickelt werden. Auf dem Spielerkonto findet sich Platz für bis zu zehn dieser Punkte. Stündlich wird jeweils ein Wissenspunkt wieder nachgeladen. Wer nicht tatenlos warten will, der kann sich währenddessen der Entdeckung neuer Provinzen widmen. Alternativ kann der Spieler Punkte auch mit Münzen oder Diamanten kaufen. Ressourcen wie Holz können hier ebenfalls als Tauschmittel dienen.Schon früh zeigt sich, dass der richtige Umgang mit den unterschiedlichen Gütern zu einer der Kernkompetenzen des Spielers werden wird. Die fremden Provinzen sind immer durch den Feind besetzt, und die üblen Schergen stellen eine ständige Hintergrundgefahr dar. Fiese Räuber, garstige Orks oder dunkle Magier muss der Spieler besiegen.Die finsteren Recken lassen sich aber auch gerne bestechen und räumen mit prall gefüllten Geldbeuteln das Feld – der friedliche Weg ist also immer eine Option. Willkommen im PvE-Modus von Elvenar!Für das Befreien einer Provinz erhält der Spieler neben einem Wissenspunkt die bekannten Rohstoffe: Holz, Marmor und Stahl. Feldzüge sind also auch eine Möglichkeit, Wissenspunkte wieder aufzuladen.Provinzen einzunehmen, ist sehr verlockend. Schnell steht der Spieler jedoch mit einem großen Ressourcendefizit da und muss lange Wartezeiten für die Herstellung neuer Produkte in Kauf nehmen. Daher unterlässt es manch ein Spieler, seine militärische Stärke weiter auszubauen. Aber Vorsicht: Mit jeder eroberten Provinz steigt die Präsenz des Feindes in noch zu erobernden Provinzen. Der Spieler findet sich dann rasch einer Übermacht an Feinden gegenüber (das Tutorial bereitet ihn nicht auf diese Situation vor). Wenn man nicht richtig aufpasst, kann also schnell ein Ungleichgewicht entstehen. Die Gegner sind aber niemals die Aggressoren, sodass der Spieler zumindest keine Angriffe befürchten muss.

Technische Daten

Elvenar erfordert die Installation des Flash-Players. Eine mobile App gibt es zwar nicht, in der Regel lassen sich Strategiespiele aber ohnehin besser am PC spielen, weswegen dieser Umstand nicht allzu sehr ins Gewicht fällt. Bisher gibt es keine Pläne seitens des Herstellers, eine App zu entwickeln. Das Spiel läuft sehr flüssig.Wie schon erwähnt, besticht Elvenar unter anderem mit malerischen Landschaften in der Kartenübersicht und gelungenen Hintergründen in den Städten – keine Selbstverständlichkeit für ein Browsergame. Die gezeichneten Grafiken sorgen bei unserer Redaktion für Begeisterung.Die Gebäude sind sehr detailreich ausgearbeitet. Das Zusammenspiel von bunten Farben und Kontrasten ist hier besonders gut gelungen. Ein märchenhafter Charme schwingt permanent mit.

Community & Support

Elvenar hat keine allzu aktive Community. Das liegt aber vor allem daran, dass kein Live-Chat verfügbar ist. Stadtherren können sich dennoch mit anderen Spielern Allianzen und Gemeinschaften gründen. In den Gemeinschaften, die einer klassischen Gilde ähneln, gibt es dann einen Gilden-Chat, in dem die Mitglieder gemeinsame Abenteuer planen können. Die Gemeinschaften unternehmen wöchentlich Feldzüge, in denen zuvor befreite Provinzen erneut von fiesen Unholden gesäubert werden. Dabei spielen die Mitglieder aber nicht direkt zusammen, sondern werfen ihren Beitrag mehr oder weniger in einen gemeinsamen Topf. Am Ende wartet eine Belohnung (Ressourcen), die für jeden Spieler von Elvenar der Gemeinschaft gleich ausfällt – egal, wie groß sein Beitrag bei der Erfüllung der Aufgabe war. Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Gemeinschaften gibt es nicht. Ein Forum und ein dazu entsprechendes Wiki sind vorhanden und können sogar bequem über das Spiel aufgerufen werden.